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VBEW in der Bayerischen Staatszeitung zu den aktuellen Herausforderungen der Energiewende

VBEW in der Bayerischen Staatszeitung zu den aktuellen Herausforderungen der Energiewende

Im Interview mit der Bayerischen Staatszeitung ordnet VBEW‑Hauptgeschäftsführer Marian Rappl die aktuellen Herausforderungen der Energie‑ und Wasserversorgung in Bayern ein. Trotz eines hohen Anteils erneuerbarer Stromerzeugung von rund 75 Prozent steigt der Strombedarf deutlich, unter anderem durch Elektromobilität, Wärmepumpen, Industrie, Rechenzentren und KI‑Anwendungen. Gleichzeitig wird das Stromnetz zunehmend zum Engpassfaktor, während gesicherte Leistung zurückgeht und der Bedarf an Flexibilität wächst.

Rappl betont, dass nicht der Ausbau der erneuerbaren Energien das zentrale Problem darstellt, sondern die unzureichende Synchronisierung von Erzeugung, Netzausbau, Speichern und Verbrauch sowie lange Planungs‑ und Genehmigungsverfahren und hohe regulatorische Anforderungen. Der Netzausbau auf Übertragungs‑ und Verteilnetzebene laufe auf hohem Niveau, reiche aber angesichts des steigenden Bedarfs noch nicht aus. Speicher – von Pumpspeichern über Batterie‑ und Industriespeicher bis hin zu perspektivischen Lösungen – müssten stärker integraler Bestandteil der System‑ und Netzplanung werden.

Auch Gas‑ und Wasserinfrastruktur bleiben nach Einschätzung des VBEW systemrelevant. Für die Gasversorgung sei ein realistischer, technologieoffener Transformationspfad erforderlich, der bestehende Infrastrukturen einbezieht. Die Wasserversorgung in Bayern sei derzeit sicher, stehe jedoch durch den Klimawandel vor wachsenden Herausforderungen und erfordere weiterhin erhebliche Investitionen in Vorsorge, Resilienz und Infrastruktur.