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Netzanschluss als knappes Gut – gemeinsame Veranstaltung von VBEW und IHK

Netzanschluss als knappes Gut – gemeinsame Veranstaltung von VBEW und IHK

Der VBEW und die IHK für München und Oberbayern haben am 27. April 2026 in München die gemeinsame Veranstaltung „Netzanschluss als knappes Gut – Was geht noch?“ durchgeführt. Im Mittelpunkt stand die zunehmend angespannte Situation bei Netzanschlusskapazitäten und ihre Bedeutung für Wirtschaft, Energiewende und Standortentwicklung.

In seiner wissenschaftlichen Einordnung machte Serafin von Roon (Forschungsstelle für Energiewirtschaft) deutlich, wie eng Netzanschlüsse mit wirtschaftlichem Wachstum und Transformation verbunden sind. Vertreter der Netzbetreiber aus Verteil- und Übertragungsnetz zeigten auf, dass die Nachfrage nach Anschlüssen – etwa für Industrie, Gewerbe, erneuerbare Energien, Speicher, Rechenzentren und Ladeinfrastruktur – die verfügbaren Kapazitäten inzwischen deutlich übersteigt.

In einer Fishbowl-Diskussion berichteten Projektentwickler und Verbände eindrücklich aus der Praxis: Bei immer mehr Vorhaben ist nicht Finanzierung oder Technologie der Flaschenhals, sondern der Netzanschluss. Breite Zustimmung fand die Einschätzung, dass Netzausbau allein nicht ausreicht. Zusätzlich braucht es klare und bundesweit einheitliche Priorisierungsregeln, standardisierte und digitalisierte Anschlussprozesse, ein realistisches Erwartungsmanagement sowie mehr Flexibilitätslösungen und eine bessere regionale Verzahnung von Erzeugung und Verbrauch.

Die Veranstaltung machte deutlich: Netzanschluss ist inzwischen ein zentraler Standortfaktor und ein entscheidender Hebel für Investitions- und Planungssicherheit. Der VBEW wird sich daher weiterhin mit Nachdruck für klare Rahmenbedingungen, Systemoptimierung und praktikable Lösungen einsetzen.